Aber nun von vorne: Seit 2013 durfte ich Hemingway mein Eigen nennen. Mit der Zeit häuften sich bei ihm die Koliken, kamen ganz unregelmäßig übers ganze Jahr - ein Auslöser war nie eindeutig auszumachen. Die Unberechenbarkeit hat mir zunehmend Sorge bereitet und ich habe angefangen, mich schon in jungen Jahren mit dem Thema Fütterung zu beschäftigen.
Im Laufe der Zeit haben zwei Minishettys unsere Familie vergrößert und auch hier war das Thema Fütterung präsenter denn je - wir wollten Ihnen ermöglichen, mit den anderen auf die Weide zu gehen, ohne davon krank zu werden.
Im Frühling 2023 war es dann soweit: Ich musste mir eingestehen, dass ich drei kranke Pferde im Stall stehen habe. Nicht offensichtlich krank, wie man es sich vorstellt, sondern innerlich krank. Unsere ständigen Begleiter: Strahlfäule, Mauke, Augenentzündungen, Sommerekzem, Bewegungsunlust, Blähbauch, Kotwasser, schlechte Laune, Apathie, schlechter Fellwechsel,... und kein Tierarzt konnte mir helfen. Die Blutbilder waren 'unauffällig' und niemand konnte mir sagen, woher all diese Probleme kommen. Die vielen Zusatzfutter, Medikamente, Pulver, Säfte und Cremes, die uns bei der Lösung dieser Probleme helfen sollten, raubten mir bei drei Pferden fast den Verstand und waren finanziell extrem belastend.
Eines Tages stand ich also in unserer Futterkammer, vor unzähligen Dosen. Fläschchen und Behältern und erinnerte mich an einen Satz, den ich gelesen hatte: 'Pfede sind so unglaublich schlecht konzipiert'. Und in diesem Moment habe ich beschlossen, all die Probleme nicht einfach weiter hinzunehmen. Wie hätten diese Tiere bitte in freier Wildbahn überleben sollen, wenn sie doch so schlecht konzipiert sind? Ich wollte endlich herausfinden, wo die Ursache dieser unbeschreiblich nervigen, kostspieligen und energieraubenden Probleme wirklich lag, die unserer gemeinsamen Zeit den Spaß raubten.